Wir gedenken unseres TKP-Mitglieds und Genossen Celalettin Kesim zum 46. Jahrestag seiner Ermordung
Heute, vor 46 Jahren, am 5. Januar 1980, wurden wir hier an diesem Ort in Westberlin Zeugen der Ermordung des TKP-Mitglieds Celalettin Kesim durch eine schariatisch-faschistische Meute. Zu seinem Gedenken haben wir uns heute hier versammelt.
Ihr wisst, dass dieses Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt worden ist. Die Ermordung Celalettin Kesims und die Tatsache, dass dieses Verbrechen von den offiziellen Stellen im Dunkeln gehalten wurde, lassen sich weder mit Gleichgültigkeit noch mit der Unfähigkeit der Polizeibehörden der Bundesrepublik Deutschland erklären.
So wichtig die antikommunistische ideologische und institutionelle Struktur der Polizeiapparate während des Kalten Krieges – die in Teilen bis heute fortbesteht – auch ist, so war dieses Verbrechen doch Teil einer sehr viel umfassenderen imperialistischen Strategie, die reaktionäre Kräfte sowohl in Deutschland als auch in der Türkei einschloss.
Wer war Celalettin Kesim?
Zunächst wollen wir die Frage beantworten, wer Celalettin Kesim war und warum er zur Zielscheibe gemacht wurde.
Celalettin Kesim war ein Pädagoge und Mitglied der Kommunistischen Partei der Türkei. Als internationalistisch gesinnter Gewerkschafter, der die Entwicklungen aus der Perspektive der Arbeiterklasse betrachtete, begnügte er sich nicht damit, die Ereignisse lediglich zu kommentieren, sondern versuchte, organisiert in diesen Prozess einzugreifen.
Aus genau diesem Grund verteilte Celalettin Kesim neun Tage vor seiner Ermordung Flugblätter in Westberlin, in denen er sich gegen das Militärmemorandum aussprach, das die Armee in der Türkei veröffentlicht hatte. Als Kesim ermordet wurde, trug er Flugblätter bei sich, in denen die Werktätigen dazu aufgerufen wurden, die imperialistischen Pläne zu durchkreuzen. Diese Pläne gipfelten am 12. September 1980, also neun Monate nach Kesims Ermordung, im von den USA, der Bundesrepublik Deutschland und kurz gesagt der NATO unterstützten faschistischen Militärputsch.
Einen Tag vor diesem Ereignis hatten TKP-Mitglieder erneut in Berlin Flugblätter gegen die drohendeMilitärintervention in der Türkei verteilt. In dem Flugblatt wurde darauf hingewiesen, dass ein von der NATO unterstützter Putsch gegen die in der Türkei stark gesellschaftlich verankerte Linke vorbereitet werde, und zu einer Demonstration dagegen aufgerufen. Am selben Tag versuchten schariatisch faschistische Kräfte in der Nähe des Kottbusser Tors, TKP-Mitglieder anzugreifen, die Zeitungen verkauften. Sie wurden jedoch zurückgedrängt.
Ein weiterer wichtiger Grund dafür, dass schariatisch-faschistische Kräfte die TKP in Westberlin – mit Unterstützung des deutschen und türkischen Geheimdienstes – ins Visier nahmen, war die internationalistische Solidarität der Partei mit der Sowjetunion und dem von ihr unterstützten jungen
sozialistischen Regime in Afghanistan.
Dass die TKP politische Aktivitäten entfaltete, die zur Solidarität mit den revolutionären Kräften in Afghanistan aufriefen – gegen die schariatischen konterrevolutionären Kräfte, die mit imperialistischer Unterstützung an die Front geschickt und als „Freiheitshelden“ propagiert wurden –, störte die herrschenden Mächte erheblich.
Hinter dem politischen Mord, der am 5. Januar 1980 von einer aus der Mevlana-Moschee kommenden und unbehelligt weiterziehenden Meute begangen wurde, standen als Organisatoren, Anstifter und spätere Vertuscher der Tat der deutsche und der türkische Geheimdienst. Diese Angriffe waren jedoch Teil einer allgemeinen antikommunistischen, reaktionären und imperialistischen Strategie.
Einschüchterung
Der Imperialismus war weder im eigenen Machtbereich noch weltweit in der Lage gewesen, die Entwicklung der sozialistischen Ideologie unter der Arbeiterklasse und den Werktätigen zu verhindern oder den Machtgewinn dieser Kräfte von Nicaragua bis Afghanistan zu stoppen. Bereits Anfang der
1970er Jahre hatte man – mit dem „Erfolg des chilenischen Experiments“ – entschieden, dass dies nur durch Putsche und konterrevolutionäre Guerillataktiken zu erreichen sei. Breite Teile der Bevölkerung sollten durch Terror eingeschüchtert und dazu gebracht werden, nicht nach einer „besseren Welt“, sondern nach einer „sicheren Welt“ zu streben, nicht nach einer „gemeinsamen Befreiung“, sondern aus Angst – nach einer „individuellen Rettung durch das Niederdrücken anderer“.
Die Konterguerilla in Aktion
Als am 5. Januar das Blut Celalettin Kesims, der für eine helle Zukunft auf die Straße gegangen war, auf den Straßen Westberlins vergossen wurde, öffnete sich zugleich der Vorhang für ein düsteres Jahr.
Das von uns beschriebene imperialistische Einschüchterungsprojekt gewann in der zweiten Hälfte des Jahres 1980 an Tempo und Tiefe. Erinnern wir kurz an die Massaker, die heute als NATO-Gladio Verbrechen bekannt sind und von Faschisten ausgeführt wurden:
In der Türkei wurden bei den Massakern von Çorum, die Ende Mai begannen und bis Juli andauerten, Dutzende alevitische Bürgerinnen und Bürger ermordet, die damals die gesellschaftliche Basis der fortschrittlichen Bewegungen bildeten.
Italien, 2. August, Massaker am Bahnhof von Bologna: 85 Tote, Hunderte Verletzte. Durch offizielle Dokumente wurde nachgewiesen, dass es sich um ein Gladio-Massaker handelte.
Bundesrepublik Deutschland, 26. September 1980, Oktoberfest-Attentat in München: Ein Faschist wurde unter der Behauptung festgenommen, er habe die Tat allein begangen. Verbindungen zum Verfassungsschutz sowie die Organisationen und Personen hinter dem Anschlag wurden im Dunkeln gelassen.
Türkei, 12. September 1980: Der von der NATO unterstützte faschistische Militärputsch, über den der US-amerikanische Präsident Carter mit den Worten informierte: „Unsere Jungs haben es geschafft.“ Hunderttausende Menschen, überwiegend Progressisten, wurden verhaftet und gefoltert.
Im Rahmen des „Grüne-Gürtel-Projekts“ der USA wurden in der Türkei erste Schritte zur Religiosisierung der Gesellschaft und zur Schaffung eines dornenlosen Rosengartens für das Kapital unternommen. Zugleich wurden die Grundlagen des heutigen AKP-Regimes gelegt.
Die Schmidt-Regierung in der Bundesrepublik Deutschland gewährte der Junta bedingungslose politische und wirtschaftliche Unterstützung; nur einen Monat nach dem Putsch wurde für Einreisende aus der Türkei die Visapflicht eingeführt.
Allein diese in der zweiten Hälfte des Jahres 1980 in NATO-Ländern verübten Massaker gehören zu den auffälligsten Beispielen jener imperialistischen Strategie, die wir eingangs beschrieben haben.
Unser Kampf geht weiter.
Die internationale Reaktion, angeführt vom US-Imperialismus, hatte damals einen erbitterten Kampf gegen die Errungenschaften der Arbeiterklasse und den realen Sozialismus begonnen. Das islamistische „Grüne-Gürtel-Projekt“ gegen die Sowjetunion, die Angriffe auf die Linke – all dies richtete sich gegen den Kampf der Menschheit für den Sozialismus. Diese Angriffe dauern bis heute
an und haben weiter zugenommen.
Diesen Kampf haben wir nicht gewonnen. Aber dass wir heute hier stehen, dass wir für eine gleiche, freie Welt, für den Sozialismus kämpfen, bedeutet, dass wir den eigentlichen Kampf nicht verloren haben. Sie haben geschlagen, zerstört – aber sie konnten uns nicht brechen.
Denn wir sind im Recht.
Diejenigen, die die Ermordung Celalettin Kesims in Auftrag gaben und ausführten, haben ihre Ziele nicht erreicht. Sie konnten uns nicht einschüchtern.
Deshalb bleibt Celalettin Kesim nicht nur eine Erinnerung, sondern ist einer der Genossen, die wir in unserem heutigen Kampf weiterleben lassen.
Während wir den von Celalettin Kesim und unseren deutschen Genossen, derer wir in wenigen Tagen hier in Berlin ebenfalls gedenken werden, organisierten Kampf für eine klassenlose und ausbeutungsfreie Welt, für den Sozialismus, fortsetzen, verneigen wir uns mit Respekt vor ihrem Kampf und ihrem Andenken.
Es lebe die Revolution, es lebe der Sozialismus!
Es lebe die internationale Solidarität!
Es lebe die Kommunistische Partei der Türkei
TKP Üyesi Yoldaşımız Celalettin Kesim’i Katledilişinin 46. Yılında Anıyoruz
Bundan 46 yıl önce bugün, 5 Ocak 1980 tarihinde Batı Berlin’de, şu an bulunduğumuz yerde, şeriatçı faşist bir güruh tarafından öldürülen TKP üyesi Celalettin Kesim’i anmak için burada toplanmış bulunuyoruz.
Bu cinayetin bugüne kadar aydınlatılmadığını biliyorsunuz. Celalettin Kesim’in öldürülmesi ve bu cinayetin resmi makamlar tarafından karanlıkta bırakılması ne ilgisizlikle ne de Federal Almanya polis teşkilatının beceriksizliğiyle açıklanamaz.
Soğuk Savaş dönemindeki polis teşkilatının, günümüzde de süren anti-komünist ideolojik ve kurumsal yapısı önemli olmakla birlikte, bu cinayet, Almanya’daki ve Türkiye’deki gerici güçleri de kapsayan çok daha genel bir emperyalist stratejinin parçasıydı.
Celalettin Kesim kimdi?
Ama önce, Celalettin Kesim kimdi ve niye hedef seçilmişti sorusunu yanıtlayalım.
Celalettin Kesim, Türkiye Komünist Partisi üyesi bir eğitimciydi. Olaylara işçi sınıfı perspektif açısından bakan bir enternasyonal ist bir sendikacı olarak, bunları sadece yorumlamakla yetinmiyor, örgütlü olarak bu sürece müdahale etmeye çalışıyordu.
İşte bu nedenle Celalettin Kesim, bu olaydan 9 gün önce Türkiye’de ordunun verdiği muhtıraya karşı Batı Berlin sokaklarında bildiri dağıtıyordu. Kesim katledildiğinde, elinde 12 Eylül 1980 tarihinde, yani bu cinayetten 9 ay sonra gerçekleşecek olan başta ABD ve Federal Almanya olmak üzere, kısaca NATO destekli faşist askeri darbenin arifesinde, emekçileri emperyalist planlarını bozmaya çağıran bildiriler vardı.
Bu olaydan bir gün önce, TKP’liler yine Berlin’de Türkiye’de ordunun darbe tehdidine karşı sokaklarda bildiri dağıtmışlardı. Bildiride Türkiye’de güçlü bir toplumsallaşmaya ulaşmış olan sola karşı NATO destekli bir darbe hazırlandığına işaret edilerek, buna karşı bir gösteriye çağrı yapılıyordu. Aynı gün şeriatçı faşistler Kottbusser Tor civarında gazete satan TKP’lilere saldırı girişiminde bulunmuşlar ve püskürtülmüşlerdi.
TKP’yi Batı Berlin’de şeriatçı faşist güçlerin, Alman ve Türk istihbaratı desteğinde hedefe koymalarının bir diğer önemli nedeni de, Sovyetler Birliği ve onun da destek verdiği Afganistan’daki genç sosyalist rejimle enternasyonalist dayanışmada bulunmasıydı.
Afganistan’da kurulan sosyalist rejime karşı, emperyalizm desteğiyle cepheye sürülen ve “Özgürlük Kahramanları” diye lanse edilen şeriatçı karşı devrimci güçler karşısında, TKP’nin Afganistan’daki devrimci güçlerle dayanışmaya çağıran siyasi faaliyetler yürütmeleri egemen güçleri rahatsız ediyordu.
5 Ocak 1980 tarihinde, Mevlana Camisi’nden ellerini kollarını sallayarak çıkan ve tek bir resmi güvenlik görevlisinin görülmediği yolları geçen bu güruhun işlediği siyasi cinayetin arkasında, düzenleyici, kışkırtıcı ve sonrasında örtbas edici olarak Alman ve Türk istihbaratı bulunmakla birlikte, bu saldırılar genel bir anti-komünist gerici emperyalist stratejinin parçasıydılar.
Sindirme
Emperyalizm, hem kendi içinde hem de dünya genelinde, işçi sınıfı ve emekçiler arasında sosyalist ideolojinin gelişmesi ve Nikaragua’dan Afganistan’a dünyanın geri kalan bölgelerinde bu güçlerin iktidara gelmelerine engel olamamıştı. Bu durumu ancak darbeler ve kontrgerilla taktikleriyle engelleyebileceğine daha 1970’lerin başında “Şili deneyiminin başarısıyla” karar vermişti. Geniş bir halk kesimi terörle sindirip, “Daha iyi bir dünya” değil, “Güvenli bir dünya” arayışına, “ortak bir kurtuluşa” değil, “başkalarını ezerek tek başına bir kurtuluşa” korkutularak ikna edilecekti.
Kontrgerilla işbaşında
5 Ocak tarihinde aydınlık bir gelecek için sokağa çıkan Celalettin Kesim’in kanı Batı Berlin sokaklarına döküldüğünde, karanlık bir yılın perdesi de açılmıştı.
Bahsettiğimiz bu emperyalist yıldırma projesi, 1980’in ikinci yarısında hız ve derinlik kazanıyordu. Bugün artık NATO – Gladio katliamları olarak bilinen ve tetikçiliğini faşistlerin yaptığı katliamları kısaca hatırlayalım:
Türkiye’de 28 Mayıs’ta başlayan ve Temmuz ayına kadar Çorum’da gerçekleştirilen katliamlarda, o dönem ilerici hareketlerin tabanını oluşturan onlarca Alevi vatandaş katledildi.
İtalya, 2 Ağustos Bolonya Tren Garı Katliamı. 85 kişi öldü, yüzlerce kişi yaralandı. Gladio katliamı olduğu resmi belgelerle ortaya çıktı.
Federal Almanya, 26 Eylül 1980, Münih Oktoberfest Katliamı. Katliamı tek başına gerçekleştirdiği iddiasıyla bir faşist tutuklandı. Anayasayı Koruma Örgütüyle ilgili bağlantılar ve katliamın arkasındaki örgüt ve kişiler karanlıkta bırakıldı.
Türkiye, 12 Eylül 1980, ABD’li yetkililerin Başkan Carter’e “Bizim çocuklar başardılar” diye haber verdikleri NATO’cu faşist darbe. Çoğu ilerici yüz binlerce insan tutuklandı ve işkenceden geçirildi.
Türkiye’de ABD’nin “Yeşil Kuşak Projesi” çerçevesindeki toplumsal düzenin dinselleştirilmesi ve sermayeye dikensiz gül bahçesi yaratmak için ilk adımlar atılırken, bugünkü AKP rejiminin de temelleri atılmış oldu.
Federal Almanya’daki Schmidt hükümeti cuntaya koşulsuz olarak hem siyasi hem de ekonomik destek verirken, darbeden sadece bir ay sonra Türkiye’den gelecek olanlara vize uygulanmaya başlandı.
Sadece 1980’in ikinci yarısında NATO ülkelerinde gerçekleşen bu katliamlar, başta belirttiğimiz emperyalist stratejinin ne olduğunu gösteren örneklerin göze batanları.
Mücadelemiz sürüyor.
O dönem başını ABD emperyalizminin çektiği uluslararası gericilik, işçi sınıfının kazanımlarına ve reel sosyalizme karşı amansız bir mücadele başlatmıştı. Sovyetler Birliği’ne karşı örgütlenen İslamcı Yeşil Kuşak Projesi, sola saldırılar, hepsinin hedefinde insanlığın sosyalizm için mücadelesi vardı. Bu saldırılar daha da artarak günümüzde de sürüyor.
Bu mücadeleyi kazanamadık. Ama bugün burada varsak, eşit, özgür bir dünya için, sosyalizm için mücadele ediyorsak, bu asıl mücadeleyi kaybetmedik demektir. Vurdular, kırdılar, sindiremediler.
Çünkü haklı olan biziz.
Celalettin Kesim’i öldürtenler, öldürenler hedeflerine ulaşamadılar. Bizi yıldıramadılar.
Bundan dolayı, Celalettin Kesim bir anı olarak kalmıyor, bugünkü mücadelemizde yaşattığımız yoldaşlarımızdan biri oluyor.
Celalettin Kesim’in ve birkaç gün sonra yine Berlin’de anacağımız Alman yoldaşlarımızın sınıfsız ve sömürüsüz bir dünya için, sosyalizm için yürüttükleri örgütlü mücadelelerini kararlılıkla sürdürürken, mücadeleleri ve anıları önünde saygıyla eğiliyoruz.
Yaşasın devrim, yaşasın sosyalizm!
Yaşasın uluslararası dayanışma!
Yaşasın Türkiye Komünist Partisi!